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Palliativmediziner wegen 15-fachen Mordes verurteilt

medstra-News 46/2026 vom 5.8.2026

Am 8. Juli 2026 hat das LG Berlin einen 41-jährigen Palliativmediziner wegen 15-fachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Außerdem ordnete es eine anschließende Sicherheitsverwahrung und ein lebenslanges Berufsverbot an.

Der Angeklagte hatte am 25. Juni 2026 überraschend gestanden, zwölf schwerkranke Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben, um diesen „Leid und Siechtum“ zu ersparen.

Das LG Berlin ging aber weiter: Es gelangte zur Überzeugung, dass der Angeklagte im Zeitraum 2021-2024 zwölf Frauen und drei Männer im Alter von 25 bis 94 Jahren jeweils mithilfe eines tödlichen Medikamentencocktails getötet habe. Alle Opfer waren zwar schwerstkrank. Ihr Tod stand jedoch nicht unmittelbar bevor. Der verurteilte Mediziner habe entgegen seiner Einlassung nicht „aus Mitleid, nicht aus falsch verstandener Sterbehilfe oder Überforderung getötet“, teilte die vorsitzende Richterin mit. Vielmehr habe er gezielt diese Tatsituation ausgewählt, um möglichst lange unentdeckt bleiben zu können.

Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall mit dem Urteil indes noch nicht abgeschlossen: Sie ermittelt nach eigenen Angaben wegen des Todes von 76 weiteren Patienten. Eine Anklageerhebung stellte sie noch für dieses Jahr in Aussicht.


Verlag C.F. Müller

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