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Klinikum in Würselen: Vorwürfe gegen angeklagten Pfleger weiten sich aus

medstra-News 31/2025 vom 25.3.2025

Ein ehemaliger Pfleger ist angeklagt, in 30 Fällen Patienten auf der Palliativstation des Klinikums in Würselen ermordet zu haben bzw. dies versucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht nun davon aus, dass der Pfleger noch vier weitere Patienten ermordet und dies in neun weiteren Fällen versucht haben soll. Laut einer Gerichtssprecherin sei eine entsprechende Nachtragsanklage beim Landgericht Aachen eingegangen, berichtete die Aachener Zeitung.

Dem 44-Jährigen werden somit insgesamt neun Morde und 34 Mordversuche vorgeworfen. Er soll seinen Opfern Überdosen von Schmerz- oder Beruhigungsmitteln gespritzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus niedrigen Beweggründen aus und nimmt als Motiv an, dass der Pfleger ruhige Nachtschichten und wenig Aufwand mit den Patienten haben wollte. Insgesamt gebe es 26 Geschädigte, die Taten soll er zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 begangen haben.

Der Prozess wegen der zunächst angeklagten 30 Fälle soll am 24. März vor dem Aachener Landgericht beginnen. Es handelt sich um fünf mutmaßliche Morde und 25 Mordversuche. Ob die nachträglich angeklagten Fälle in diesem Prozess mitverhandelt werden, sei laut der Gerichtssprecherin noch nicht entschieden.


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