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Unnötige Operationen nach falschen Krebsdiagnosen?

medstra-News 56/2019

Nach einer Strafanzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung gegen einen Pathologen, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Dieser soll in zahlreichen Fällen fälschlicherweise Krebs diagnostiziert haben, was vermutlich dazu geführt habe, dass in mehr als 20 Fällen unnötigerweise operiert wurde.


Der Verdacht kam auf, als sich bei den routinemäßigen Nachuntersuchungen des im Laufe der Operation entnommenen Gewebes häufiger herausstellte, dass die anfängliche Diagnose nicht mit den pathologischen Befunden übereinstimmte. Daraufhin erstattete die Klinik Strafanzeige. Mittlerweile wurden im Zuge der Untersuchungen zahlreiche Patientenakten sichergestellt. Gegen den betroffenen Arzt wurde zudem ein vorläufiges Berufsverbot verhängt.


Verlag C.F. Müller

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