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Essener Oberarzt verabreicht tödliche Arzneimittel an COVID-19-Patienten

medstra-News 32/2021 vom 4.5.2021

In Essen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Oberarzt der Uniklinik erhoben. Dem 45-jährigen Arzt wird Totschlag in drei Fällen vorgeworfen. Laut der ermittelnden Staatsanwältin soll der Arzt im November 2020 drei schwerkranken COVID-19-Patienten unmittelbar lebensbeendende Arzneimittel vorsätzlich verabreicht haben, die den vorzeitigen Tod der Patienten herbeigeführt haben sollen. Bei seiner Festnahme habe der Oberarzt der Polizei versichert, dass er das weitere Leiden der Patienten und ihrer Angehöriger habe beenden wollen. Laut des Essener Uniklinikums befanden sich alle drei Patienten bereits im „Sterbeprozess“.

Nachdem ein erster Verdacht festgestellt werden konnte, hatte das Klinikum selbstständig die Staatsanwaltschaft von dem Sachverhalt unterrichtet und den Mediziner vom Dienst freigestellt. Seit dem 18. November 2020 ist dieser nun in Untersuchungshaft, ohne sich zu den Vorwürfen weiter zu äußern. Die ermittelnde Staatsanwältin teilte mit, dass noch umfangreiche Ermittlungen folgen werden, um weitere mögliche Fälle der lebensverkürzenden Medikamentengabe ausschließen zu können.


Verlag C.F. Müller

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