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Gewalt in der häuslichen Pflege

medstra-News 1/2019

Nach einer neuen Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) ist Gewalt in der häuslichen Pflege keine Seltenheit. Im Rahmen der Studie gaben 47 Prozent der pflegenden Angehörigen an, in den vorangegangenen sechs Monaten von psychischer und/oder körperlicher Gewalt bzw. entsprechendem krankheitsbedingten gewaltförmigen Verhalten durch die pflegebedürftige Person betroffen gewesen zu sein (repräsentative ZQP Befragung „Aggression und Gewalt in der informellen Pflege“, Juni 2018, S. 14). 40 Prozent der Befragten gaben zudem an, selbst gegenüber den zu Pflegenden ein Verhalten gezeigt zu haben, das als Gewalt einzustufen ist (aaO S. 17).

Aufgrund dessen hat das ZQP eine Handlungsempfehlung herausgegeben, um Gewalt in der häuslichen Pflege vorzubeugen. Insbesondere die Pflege von Menschen mit Demenz könne anstrengend sein, so der Vorstandsvorsitzende der ZQP, Dr. Ralf Suhr. In dem Ratgeber werden die verschiedenen Arten von Gewalt dargestellt und Praxistipps für die Pflegenden gegeben. In Deutschland werden etwa 1,7 Millionen pflegebedürftige Menschen ausschließlich durch Angehörige unterstützt.


Verlag C.F. Müller

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